Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst

Der ASB Nürnberg-Fürth e.V. bietet engagierten Menschen die Möglichkeit den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) abzuleisten.

Freiwilliges Soziales Jahr

FSJ Grundlagen
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist durch ein eigenes Fördergesetz geregelt. Dadurch wird das FSJ als ein soziales Bildungsjahr definiert, in dem ganztägig pflegerische, erzieherische und hauswirtschaftliche Hilfstätigkeiten geleistet werden. Ziel des FSJ ist es, jungen Menschen Erfahrungen in der Arbeitswelt zu vermitteln und das soziale Bewusstsein bei ihnen zu fördern. Sie sind nicht als Arbeitskräfte im arbeitsrechtlichen Sinne anzusehen.

Die pädagogische Begleitung ist in Art und Umfang festgelegt. Sie umfasst die fachliche Anleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Fachkräfte der Einsatzstellen und die individuelle Betreuung durch pädagogische Mitarbeiter des FSJ-Trägers. Jugendliche haben einen Anspruch auf 25 Bildungstage, von denen 15 Tage in Form von Wochen- oder Blockseminaren der Einführung, der Zwischenreflexion und der Auswertung des FSJ dienen.

Das FSJ steht allen jungen Menschen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik offen, die das 17. Lebensjahr vollendet haben und bei Beginn des Dienstes nicht älter als 27 Jahre sind. Das FSJ dauert in der Regel ein Jahr.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern darf nur ein Taschengeld sowie Verpflegung, Unterkunft und Arbeitskleidung gewährt werden.

Werden Verpflegung, Unterkunft oder Arbeitskleidung von den Einsatzstellen nicht gestellt, können statt dessen Geldersatzleistungen in entsprechender Höhe gewährt werden. Wie Auszubildende sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FSJ für die Höhe dieser Bezüge in die Sozialversicherungen einbezogen.

Motive zur Ableistung eines Freiwilligen Sozialen Jahres

Die Arbeitswelt kennen lernen
Viele Bewerber/innen äußern den Wunsch nach einer praktischen Erprobung. Durch das FSJ ist es den Teilnehmer/ innen möglich, in einem geschützten Rahmen erste Schritte in der Arbeitswelt zu machen. Das beinhaltet die Erfahrung von regelmäßiger Arbeit mit festgelegten Dienstzeiten, das Kennenlernen von konkreten Arbeitsabläufen in der Einsatzstelle, das sich Auseinandersetzen mit einem Arbeitsteam und das Austesten der eigenen Belastbarkeit.

Unter fachlicher Anleitung lernen sie konkrete Arbeitsvorgänge aus den Bereichen Pflege und Betreuung kennen.

Persönlichkeitsentwicklung
Die Entscheidung zur Ableistung eines FSJ ist für viele junge Menschen ein bewusster Schritt zur Selbständigkeit: Sie wollen sich aus dem Elternhaus lösen und ein eigenständiges Leben möglichst an einem anderen Ort führen. Die Suche nach einer eigenen Unterkunft, die Einteilung des ersten selbstverdienten Geldes, die Suche nach neuen Freunden sind Anforderungen, mit denen sie sich neu auseinandersetzen müssen. Zum ersten Mal übernehmen sie in einem professionellen Sinne Verantwortung für andere Menschen, für Klienten und im Team.

Ihr Wunsch, etwas für und mit anderen Menschen zu tun, den die meisten Bewerber/innen in ihren Vorstellungsgesprächen äußern, ist verbunden mit dem Verlangen nach Anerkennung als eigene Persönlichkeit. Ihr Engagement für die beiden Aufgaben - die eigene Lebensführung und den Dienst in der Einsatzstelle - hilft den Jugendlichen, ihr Selbstvertrauen zu festigen, ihre Einstellungen zu überprüfen und zu erweitern und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.

Überbrückung von Wartezeiten
Der unmittelbare Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung oder ein Studium gelingt heute nicht mehr durchgängig. Ursachen dafür sind der Mangel an Lehrstellen, die Festlegung eines Mindestalters für Ausbildungsgänge vor allem in den Pflegeberufen und der Numerus clausus in manchen Studienfächern. Um diese Wartezeiten sinnvoll zu nutzen, bewerben sich viele junge Menschen um einen Platz zur Ableistung eines FSJ.

Für alle Fragen zum Freiwilligen Sozialen Jahr beim Arbeiter-Samariter-Bund in Nürnberg stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung!

Ergänzende Infos bietet unser ASB Landesverband Bayern e.V.

Bundesfreiwilligendienst

Wichtigste Unterschiede zum FSJ bestehen hier, dass nach oben hin keine Altersgrenze gesetzt wurde - auch Interessierte über 27 Jahren bekommen nun die Chance aktiv zu werden.

Zudem wird die Vereinbarung über das Engagement direkt mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftlichen Aufgaben geschlossen.

Für alle Fragen zum Bundesfreiwilligendienst beim Arbeiter-Samariter-Bund in Nürnberg stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung! 

Ergänzende Infos bietet unser ASB Landesverband Bayern e.V.